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Versuchen Sie, mit Ihrem Ärger so umzugehen, dass es dem
Kind nicht dauerhaft schadet.
Sind sie auch noch so verärgert, sollten Sie niemals mit Sätzen
um sich werfen wie: "Du machst mich noch verrückt!"
oder "Du bist ein wirklich unerzogenes Kind!"
Solche Sätze sind Hammerschläge auf die Psyche Ihres Kindes.
Sie sollen Ihren Ärger aber auch nicht einfach
hinunterschlucken.
Zeigen Sie ruhig, dass Sie wütend sind, damit können Kinder
durchaus umgehen. Aber reden Sie dabei über sich.
Mit Ich-Botschaften wie "Mich ärgert es jetzt aber wirklich,
dass Du hier herumstehst." oder "Ich weiß nicht
was los ist, aber es macht mich wütend, wenn Du das tust."
signalisieren Sie Ihrem Kind Achtung und Respekt. Sie machen deutlich,
dass Sie beide an der Situation beteiligt sind und schieben nicht
die ganze Schuld zu Ihrem Kind. Natürlich kann es der Grund
dafür sein, dass Sie sich ärgern, vielleicht aber haben
Sie sich heute schon über eine Menge anderer Dinge geärgert
und Ihr Kind ist einfach das Tüpfelchen am I.
Indem Sie in Ich-Botschaften schimpfen, fühlt sich das Kind
nicht als Person abgelehnt, sondern lernt, dass es sein Verhalten
ist, dass Sie verärgert. Und das macht es Ihrem Kind viel leichter,
sich zu verändern.
Auch wenn Sie wütend sind oder schimpfen, wissen Sie, dass
Sie Ihr Kind lieben. Kinder wissen das leider nicht immer. Wenn
Sie etwas falsch machen oder spüren, dass die Eltern verärgert
sind, glauben Kinder oft, dass sie nicht mehr geliebt werden.
Deshalb sollten Sie Ihrem Kind NIEMALS, auch wenn Sie noch so wütend
sind, mit Liebesentzug drohen.
Sätze wie "Wenn du damit nicht sofort aufhörst, haben
wir Dich nicht mehr lieb" werden von Kindern sehr ernst genommen
und sie bekommen Angst etwas falsch zu machen.
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